Harpo
line

Es gibt viele Leute, die mit dem Namen Harpo nichts verbinden, aber mit seinem Moviestar.


Harpo im Atelier

Harpo besuchte von seinem 16 bis 18 Lebensjahr eine Theaterschule. Dort sah er, dass es Schauspieler gab, die besser hinter der Bühne, als auf der Bühne schauspielerten. Sie haben versucht, anders zu sein als sie wirklich waren und wollten wie Steve McQueen oder James Bond sein. Eigentlich war Moviestar das Lied für einen Freund, aber so hat er es mit der Filmwelt interpretiert. Sonach ist sein Song Moviestar entstanden.

Das schwedische Fernsehen wollte eine Dokumentation über die Entstehung einer Platte drehen und kontaktierten Bengt Palmers.

Harpo spielte seinen Song bereits schon 2 bis 3 Monate zuvor Bengt Palmers vor, doch Harpo erinnert sich und meint, er war damals nicht von diesem Song überzeugt und das sich niemand an diesen erinnern würde. Durch die Dokumentation wurde sein Moviestar aufgenommen und wäre diese nicht gewesen, so folgert er, wäre es zu keiner Plattenproduktion gekommen.

Moviestar kam über einen anderen Weg nach Schweden. In Schweden wollte man den Song nicht veröffentlichen und so erschien er erstmalig in Holland, dann in Belgien und Deutschland. Erst ein halbes Jahr später kam Moviestar auch in Schweden heraus.

Harpo denkt über seinen Song, dass es schwierig ist für andere Leute diesen Song aufzunehmen. In anderen Ausführungen sagt er, hören sie sich nicht annähernd seinem Moviestar an.

Harpo dachte daran seinen Moviestar rhythmisch langsamer rüber zu bringen, sowie mit klassischen Einflüssen. Bengt Palmers, sein Produzent, war gut im Schreiben von Arrangements und Strings.

Bengt Palmers (Produzent)
line

Harpo hat eine gute Stimme und er klingt heute immer noch frisch. Er hätte nie gedacht, das dieser Song noch heute erinnert und das die jüngere Generation Moviestar kennt und hört.

Bengt Palmers

Jedoch denkt er, das Harpo falsch liegt, wenn er annimmt, das er den Song nie aufgenommen hätte. Er erinnert sich, wie Harpo ihm den Song auf der Gitarre vorspielte und für ihn war klar, dieser Song ist unaufhaltbar, er muss aufgenommen werden und wenn, dann nur mit Harpo.

Moviestar, so sagt Bengt Palmers, ist ein natürlicher Sound, spielt man ihn auf der Gitarre, aber er weiß es ist auch ein schwieriger, mit einer diffizilen Notation. Damals war ihm klar, dass dieser Song mehr als ein Intro und Dynamik benötigt, weil immer die gleichen Akkorde darin vorkommen.

Moviestar wurde im Cosmos Studio in Stockholm aufgenommen. Dieses Studio war von den 40-ern bis 60-ern Jahren ein Kino. 1975 entstand die Aufnahme in den EMI Studios, also in einem früheren Kino.

Sie holten Ben und Frida von den ABBA's. Sie wußten, Fridas Stimme ist genau die richtige. Bengt Palmers sagt heute, wenn man es weiß, dann kann man Frida auch hören. Nicht vielen war bekannt, das sie den Backround sang, aber heute weiß man es.

Hasse Breitholz (Techniker)
line

Er denkt, das es die Melodie ist und schon alleine das Wort Moviestar, was diesen Song so erfolgreich machte.

Hasse Breitholz

Hasse Breitholz erinnert sich, das man im Studio keine Farfisa Orgel hatte und so musste man sich eine mieten. Das größte Problem gab es dann, das beim Drücken eines kurzen "g" ein kurzes "c" erklang.

Bengt Palmers war zu dieser Zeit sehr erfolgreich und alles was er anfasste wurde sozusagen zu Gold. Er ist sehr flexibel, so von der Popmusik bis hin zur Volksmusik, als auch Jazz.

In der heutigen Zeit wird das Mischen von Stimme und den Instrumentalaufnahmen bis zum fertigen Song kaum noch von den Produzenten selbst übernommen, aber Bengt Palmers saß damals selbst am Mischpult.

Hasse Breitholz erwähnt, das es schwieriger ist aus einem großen Song einen noch Größeren zu machen, als aus einem kleinen Song einen Großen.

Roel Kruise (Plattenmanager aus Holland)
line

Er leitete die niederländische EMI, die Bovema-EMI genannt wurde. Holland war ein Tor nach Europa für internationale Pophits, wie Originalhits aus Amerika oder England. Roel Kruise wurde beauftragt, nach neuen Talenten in anderen europäischen Ländern Ausschau zu halten.

Roel Kruise

Als er Harpo das erste Mal gegenüber trat, dachte er, was für ein reizender Mann, er ist nicht von dieser Welt. Harpo wäre eher ein Produkt der späten 60-er und Anfang der 70-er Jahre und er lebe in einer Art Traumwelt. Roel Kruise nannte ihn den kleinen Prinzen, nach einem Buch von De Saint-Exupery.

Jedoch hatte er ein sehr gutes Gefühl, das die Platte etwas Besonderes werden würde in Zusammenarbeit mit Bengt Palmers.

Manchmal brauche der Konsument eben neue Gesichter. Harpo war der musikalische Clown und das hat mit dem Publikum 2 bis 3 Jahre funktioniert.