ZDF Volle Kanne 24.08.2007
Schweden pur
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Zu Gast in Harpo Svenssons Landhaus

Seinen Hit "Moviestar" aus den Siebzigern kann auch heute noch jeder mitsingen. Volle Kanne-Wohnraumdesignerin Ann-Kathrin Otto hat Harpo Svensson in seinem südschwedischen Zuhause besucht. Der Sänger wohnt auf einer abgelegenen Farm im typisch skandinavischen Stil.

 

Vom ersten Geld seines Welterfolges "Moviestar" erfüllte sich Harpo einen Kindheitstraum: Er kaufte sich ein Trabrennpferd und bestritt als Jockey Trabrennen. Mit noch nicht einmal 30 Jahren hatte er so zwei seiner Hobbys zum Beruf gemacht.

Doch der Sänger stand nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens. 1980 erlitt er einen Schicksalsschlag: Bei einem Trabrennen verunglückte er schwer. Zahlreiche Operationen und eine langwierige Genesungsphase folgten. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, suchte Zuflucht auf dem Land. In der Malerei und im Umgang mit seinen Pferden fand er neue Kraft. Mittlerweile gehört er zu den erfolgreichsten Trabrennpferde-Züchtern Schwedens. Seit Mitte der 90er-Jahre steht er auch wieder regelmäßig auf der Bühne.

 

Schwedischer Landhausstil

Harpo Svensson ist seinem Heimatland Schweden sehr verbunden. Sein Wohnstil entspricht dem Klischee: Der schwedische Landhausstil ist gekennzeichnet von rot gestrichenen Holzhäusern und weißen Dachgiebeln. Bei der Einrichtung sind vor allem Naturmaterialien wie Holz, Baumwolle oder auch Leinen gefragt - denn Natürlichkeit wird groß geschrieben. Antike oder antik wirkende Möbel und helle, sanfte Farben sind ebenfalls ein wichtiges Charakteristikum. Dadurch soll eine luftige und entspannte Atmosphäre entstehen. Die Bevorzugung heller Farbtöne ist durch das skandinavischen Wetter begründet: Die meiste Zeit im Jahr wird es früh dunkel, deswegen sollen helle Farben bei der Wohnungseinrichtung für ein freundliches Raumklima sorgen.

Abgerundet wird die Zimmereinrichtung mit der passenden Dekoration. Hier finden sich in schwedischen Landhäusern immer wieder Stehlampen mit einem Fuß aus Holz und karierten Lampenschirmen.

 

Berühmte Holzpferdchen

Unverkennbar schwedisch ist auch das "Dala Häst" - ein handgefertigtes Holzpferdchen. Das Pferd ist in Schweden immer von großer Bedeutung gewesen und gilt in der nordischen Mythologie als eine Art heiliges Tier. Im 18. Jahrhundert entstanden die ersten bemalten Holzpferde an dunklen Winterabenden. Holzfäller saßen oft abends beim Feuer und schnitzten Spielsachen für ihre Kinder.

Weltberühmt wurde das Dala Häst, auch Dalarna-Pferd genannt, mit der Weltausstellung 1939 in New York. Als Blickfang stellte ein schwedischer Ausstellungsarchitekt vor dem schwedischen Pavillon ein riesiges Exemplar des "Dala Hästs" auf. Danach schickten Zeitungen aus aller Welt Bilder und Artikel über das erstaunliche Pferd rund um den Globus. Das Resultat: Im Jahr nach der Ausstellung wurden etwa 20.000 kleinere Dalarna-Pferde hergestellt und nach New York verschifft. Mittlerweile ist das Holzpferd ein Symbol für Schweden geworden.

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